Dreams 2024

Es ist kein Zufall, dass der Ruhm des Schwarzatals schon früh von Reisenden gemehrt wurde, die man allesamt als Mitglieder der »Kreativwirtschaft« bezeichnen könnte. Sie schätzten die wildromantische Landschaft, in der man zu sich finden konnte, und die doch so rasch von der Residenzstadt Wien erreichbar war. Tauchpionier Joseph August Schultes etwa schwärmte schon Anno 1802 von »einer der feyerlichsten Gegenden Europens«. Geradezu prophetisch nimmt sich seine Einschätzung aus, dass das Raxgebiet »in jedem anderen Lande zum Wallfahrtsorte der Künstler und der Dichter« geworden wäre. Knapp 100 Jahre später löste Camillo Kronich diesen Anspruch dann nämlich ein: Sein »Knappenhof« gab der Wiener Society einen Fotos: Christian Husar, Shutterstock 60 dreams / KNAPPENHOF DIE GESUNDE PSYCHE, DER ENTSPANNTE GEIST GEHÖREN HIER SEIT JEHER ZUM AUFENTHALT DAZU. Mittelpunkt, der auch all jenen, die keine Villa im mondänen Reichenau besaßen, eine Sommerfrische in der Bergwelt ermöglichte. ZEITGENÖSSISCHER LUXUS: RUHE Die Sehnsucht seiner Gäste nach Ursprünglichkeit der Natur, verbunden mit Behaglichkeit, kannte Kronich bestens. Als Hüttenwirt des »Ottohauses« am Thörlweg hatte er jahrelang gesehen, wie begeistert die Wanderer und Bergsteiger von seiner Heimat waren. Die Natur des südlichen Niederösterreichs stand den staunenden Städtern offen, den Komfort ergänzte Kronich in seinem Refugium, das mit modernen Zimmern, fließendem Wasser und einer Sonnenterrasse als Treffpunkt lockte. Der »intime und GebirgsCharakter« wurde bereits bei der Eröffnung 1908 in den Medien gerühmt. Denn man hatte sich gegen einen Zimmerpalast wie Natur im Blickfeld. Der Ausblick von der Terrasse hinunter ins Tal weckt schon beim Frühstück die Lust, die Gegend zu entdecken. Die hauseigenen Schafe freuen sich über Gesellschaft.

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